Der Januar hat so einen ganz eigenen Vibe.
Alles ist langsamer. Grauer. Zäher.
Und während draußen gefühlt seit drei Wochen nur „Winter“ ist,
fühlt sich drinnen plötzlich alles… anstrengender an.
Kinder sind schneller müde.
Reizbarer.
Oder kippen am Nachmittag, obwohl „eigentlich nichts war“.
Ich wollte in dieser Zeit früher oft irgendwas Schönes machen.
Aber bitte ohne:
- 27 Materialien
- Bastelchaos auf allen Oberflächen
- und das Gefühl, am Ende trotzdem gescheitert zu sein
Was ich inzwischen weiß:
👉 Im Januar brauchen Kinder keine neuen Reize.
👉 Sie brauchen ruhige Beschäftigungen, die ihnen helfen, runterzufahren.
Hier kommen 5 Bastelideen, die genau das können.
Ohne Vorbereitungshölle.
Ohne Perfektion.
Und ja – sie funktionieren auch an grauen Nachmittagen um 16:30 Uhr.
1. Natur-Kreis-Anhänger fürs Fenster

Gut, wenn dein Kind hibbelig ist oder schwer abschaltet
Material:
- Salzteig oder lufttrocknender Ton
- Getrocknete Orangenscheiben, Zapfen oder Kräuter
- Strohhalm
- Schnur
So geht’s:
- Ton zu einer flachen Scheibe drücken.
- Oben ein Loch für die Aufhängung machen.
- Naturmaterialien gemeinsam im Kreis in den Ton drücken.
- Trocknen lassen, Schnur durchziehen, aufhängen.
Warum Kinder (und Eltern) das lieben:
- ruhige Handbewegungen
- kein richtig oder falsch
- sichtbar im Raum → wirkt nach
Viele Kinder werden dabei ganz automatisch langsamer.
Ohne dass man „Jetzt beruhig dich mal“ sagen muss.
2. White-Winter-Collage

Perfekt nach der Kita, wenn alles zu viel ist
Material:
- Weißes und graues Papier
- Watte, Stoffreste oder Küchenpapier
- Kleber
So geht’s:
- Papier auslegen.
- Materialien bereitstellen.
- Dein Kind klebt, legt, sortiert.
- Du kommentierst nicht. Wirklich nicht.
Warum das hilft:
Wenige Farben = wenig Reize.
Das Gehirn darf Pause machen.
Tipp:
Das ist eine dieser Ideen, die unscheinbar aussehen –
aber überraschend viel Ruhe reinbringen.
3. Kaffee-Klecks-Bilder

Für Kinder, die neugierig sind, aber schnell frustriert
Material:
- Kalter Kaffee oder Kakao
- Papier
- Filzstifte
So geht’s:
- Kaffee auf das Papier tropfen lassen.
- Trocknen lassen (wichtig!).
- Dein Kind malt Figuren, Tiere oder Monster drumherum.
Warum Kinder das lieben:
- kein Plan nötig
- der Zufall macht die Arbeit
- kein Leistungsdruck
Und ja:
Kinder finden das viel besser als vorgezeichnete Malvorlagen.
4. Winter-Lichtglas

Wenn dein Kind gerne hilft und etwas „Echtes“ machen will
Material:
- Leeres Glas
- Transparentpapier
- Kleber
- LED-Teelicht
So geht’s:
- Papier reißen (nicht schneiden!).
- Von außen ans Glas kleben.
- Licht rein. Fertig.
Warum das so gut ankommt:
- Kinder können das fast allein
- es hat einen Zweck
- Licht tut im Januar einfach gut
Viele Kinder sind danach erstaunlich stolz –
und ja, auch ein bisschen ruhiger.
5. Große Boden-Collage

Für Kinder, die beim Sitzen explodieren
Material:
- Alte Tapetenrolle oder großes Papier
- Stifte, Kreiden oder Wasserfarben
So geht’s:
- Papier auf dem Boden ausrollen.
- Winterlandschaft, Muster oder einfach „alles Weiße“.
- Malen im Knien, Strecken, Liegen erlaubt.
Warum das hilft:
Bewegung fließt ein.
Spannung darf raus.
Frust bleibt draußen.
Warum manche Bastelideen sofort helfen – und andere gar nicht
Vielleicht ist dir beim Lesen schon etwas aufgefallen:
Manche Ideen fühlen sich sofort stimmig an.
Andere eher… nicht.
Das liegt nicht daran,
dass dein Kind „schwierig“ ist.
Oder dass du es falsch machst.
Sondern daran,
dass Basteln unterschiedlich wirkt – je nachdem, was dein Kind gerade braucht.
Manche Kinder brauchen Ruhe.
Andere Nähe.
Andere Bewegung oder Selbstständigkeit.
Und genau da wird es spannend.
Wenn du Bastelideen gezielter einsetzen willst
Ich habe ein kostenloses PDF erstellt,
in dem ich Bastelideen nach Bedürfnissen sortiere.
Nicht nach:
- Jahreszeit
- Material
- Schwierigkeitsgrad
Sondern nach der Frage:
Was hilft meinem Kind jetzt wirklich?
So musst du nicht jedes Mal neu überlegen,
sondern kannst schneller entscheiden,
was gerade passt.
👉 Das PDF ist kostenlos
👉 alltagstauglich
👉 und enthält zusätzlich einen Bonus mit ruhigen Ausmalbildern
Denn manchmal ist Basteln zu viel –
und trotzdem braucht dein Kind etwas für die Hände.
Zum Schluss noch das
Kinder müssen im Januar nicht unterhalten werden.
Sie müssen verstanden werden.
Und manchmal reicht dafür:
- ein ruhiger Kreis
- ein bisschen Papier
- und jemand, der nicht bewertet
Wenn du magst, hol dir das PDF
und schau, was sich für euch verändert.

