Der Januar hat so eine ganz eigene… hmm… Trägheit, oder?
Draußen ist es grau, nass, dunkel. Drinnen hängen alle aufeinander.
Der Glitzer vom Dezember ist weg, aber die Müdigkeit ist geblieben.
Und genau in diesem Monat fragen sich Eltern jedes Jahr aufs Neue:
Was können Kinder im Januar eigentlich machen – ohne dass wir jeden Tag Indoor-Drama haben?
Ich sag’s dir direkt:
Es liegt nicht an dir.
Es liegt nicht an deinem Kind.
Es liegt am Monat.
Der Januar ist für Kinder reizarm draußen – reizvoll drinnen, aber mit wenig Möglichkeiten, die Bedürfnisse wirklich auszuleben.
Also sortieren wir’s einmal nach deinen 6 Bedürfnisbereichen.
Damit du verstehst, warum dein Kind sich so verhält – und welche Beschäftigungen jetzt wirklich passen.
1. Bewegung & Körpererfahrung: Wenn dein Kind „Januar-Koller“ hat
Daran erkennst du’s:
- rennt 3-mal durchs Wohnzimmer, bevor du „Frühstück“ sagen kannst
- klettert an dir hoch
- stolpert über die eigenen Füße
- wird laut, albern oder „provoziert“
- hat Energie im Körper, aber keinen Raum dafür
Was jetzt hilft:
⭐ Indoor-Winterparcours
Sofa → Kissen → Decke → Hocker → zurück.
Kindern hilft Bewegung sofort, weil Energie nicht im Kopf bleibt.
⭐ „Wie lange hältst du das durch…?“ Challenge
- auf einem Kissen balancieren
- rückwärts laufen
- Robben über den Teppich
Das ist Grobmotorik, die Druck rausnimmt.
⭐ YouTube-Mitmachvideos
5-10 Minuten. Tanzen. Hüpfen. Körper wach → Kind reguliert.
2. Sicherheit & Geborgenheit: Wenn dein Kind plötzlich wieder klammert
Der Januar ist emotional wie ein nasser Waschlappen.
Daran erkennst du den Geborgenheitsbedarf:
- dein Kind folgt dir überall
- „Guck mal!“ in Dauerschleife
- Übergänge funktionieren schlechter
- sucht Nähe, will auf den Schoß
Ideen, die Halt geben:
⭐ Fenstermalstifte „nur für Regentage“
Ein Ritual gibt Struktur → Struktur gibt Sicherheit.
⭐ Gemeinsame Minigeschichten
„Du sagst ein Wort, ich sag ein Wort…“
Gemeinsame Fantasie schafft Bindung.
⭐ Handabdrücke auf Papier
Reduziert Reize, bringt Nähe ins Tun.
⭐ Vision-Board fürs Jahr zusammen gestalten
Wie eine Bucketlist nur mit Bildern. Selbst gemalt oder ausgedruckt. Was sollt ihr dieses Jahr alles machen, worauf freut ihr euch? Urlaub? Zoo? Rituale einführen? Was soll leichter werden? Wen wollt ihr mal wieder besuchen? Ihr könnt Bilder drucken, malen, ausschneiden…bei älteren Kindern auch Buchstaben ausschneiden und drauf kleben.

3. Entspannung & Regulation: Wenn dein Kind überdreht, aber müde ist
Daran erkennst du’s:
- Mini-Ausbrüche
- Kleinigkeiten eskalieren
- Entscheidungen? No way.
- „Ich bin müde!“ – aber 10 Minuten später rennt es wieder
Was jetzt wirklich wirkt:
⭐ Der magische Januar-Rhythmus
aktiv – ruhig – Snack
Keine Option.
Das IST Regulation im Winter.
⭐ Winter-Ausmalbilder
Eiskristalle, Schneemänner, ruhige Farben → Nervensystem atmet.
⭐ LED-Badetiere + Knicklichter
Dunkles Bad, leise Musik.
Januar-Magie. Pure Regulation.

4. Forschergeist & Abenteuer: Wenn dein Kind „Ich langweile mich“ sagt
Der Januar ist langweilig. Punkt.
Aber Kinder brauchen kleine Abenteuer.
Ideen:
⭐ Kaffee-Kleckse-Monster
Kaffeefleck → trocknen → Monster drumrum malen.
Überraschung + Kreativität.
⭐ Eierkarton-Winterwelt
Berge, Pinguine, Schneehäuser.
Dein Januar-Müll wird Upcycling-Kunst.
⭐ Mini-Spüli-Schnee-Experiment
Wasser + Spüli + Handmixer → „Schnee“. (Versuchs für kleinere Kinder, die alles in den Mund nehmen mit dem Saft von Kichererbsen;-)
Sensorik + Experiment + Wintergefühl.
5. Freies Spiel & eigene Ideen: Wenn dein Kind sich gegen Angebote wehrt
Daran erkennst du’s:
- bricht alles schnell ab
- spielt kurz – dann: „Mamaaaa?“
- will bestimmen, nicht folgen
- holt Dinge zu dir mit „Mach das!“
Was hilft:
⭐ Januar-Spielkiste
Material statt Anleitung:
Pappe, Wolle, Kastanien, Filz, Klorollen, Knöpfe.
⭐ Natur-Materialien in Winterfarben
Zapfen + weiße Farbe + Watte → Winterlandschaft
Wenig Reiz, viel Freiheit.
6. Selbstständigkeit & Alltag entdecken: Wenn dein Kind „helfen“ will
Das Bedürfnis ist riesig im Januar, weil der Alltag wieder anläuft.
Ideen:
⭐ Winter-Smoothies selbst mixen
Banane – Joghurt – Blaubeeren.
Kompetenz + Snack = Traumkombi.
⭐ Kerzenständer aus Salzteig
Kinder formen → du backst → Kinder bemalen.
Selbstwirksamkeit pur.
⭐ Winter-Deko basteln (ruhig, natürlich, schön!)
- Papiersterne in Naturtönen
- Watte-Schneelandschaft
- Mobile aus Stöcken & Wolle
Perfekt für graue Tage.
Warum der Januar mit Kindern schwer ist – und warum das Wissen darüber alles verändert
Im Januar fehlen:
- Licht
- Bewegung draußen
- Erlebnisse
- Struktur
- soziale Kontakte
- Energie
Die Bedürfnisse bleiben aber dieselben.
Wenn du erkennst, welches Verhalten von welchem Bedürfnis kommt,
wird der Januar nicht nur leichter, sondern:
✨ logischer
✨ empathischer
✨ ruhiger
✨ und viel weniger Drama
Wenn du solche Erklärungen liebst und dein Alltag sofort leichter werden soll,
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